Campingversicherungen 2026
Der Camping-Boom in Deutschland ist ungebrochen, für 2025 verzeichnetet das Statistische Bundesamt einen neuen Rekordwert von rund 44,7 Millionen Camping-Übernachtungen. Viele Camper investieren heute erhebliche Summen in Wohnwagen und Mobilheime, Vorzelte, Markisen, Technik, Fahrräder und Campingausstattung.
Genau daraus entsteht eine Beratungsnotwendigkeit, die häufig unterschätzt wird: Nicht jede klassische Hausrat-, Wohngebäude- oder Kfz-Police passt automatisch zu den tatsächlichen Risiken auf dem Campingplatz oder unterwegs.
Das gilt insbesondere dann, wenn es sich bei um Dauercamper mit nicht zugelassenen Wohnwagen oder Mobilheime handelt oder sie mit hochwertigem Reise-Hausrat unterwegs sind.
Dauercamping: andere Risiken als beim zugelassenen Wohnwagen
Bei zugelassenen Wohnwagen oder Wohnmobilen steht häufig zunächst die Kfz-Haftpflicht, Teilkasko oder Vollkasko im Vordergrund. Bei dauerhaft abgestellten, nicht zugelassenen Objekten verschiebt sich der Bedarf jedoch deutlich. Dann wird aus dem Fahrzeug faktisch ein stationär genutztes Freizeitobjekt – mit Risiken, die eher an Hausrat-, Gebäude-, Glas-, Elementar- und Haftpflichtschutz erinnern.
Sie sollten deshalb überprüfen:
- Ist das Objekt zugelassen und nimmt am Straßenverkehr teil?
- Steht es dauerhaft auf einem Camping- oder Pachtplatz?
- Handelt es sich um einen Wohnwagen, ein Mobilheim, ein Mobilhaus, ein Tiny House, einen Bauwagen oder ein ähnliches Objekt?
- Gibt es Vorzelt, feste Anbauten, Markisen, Schutzdächer, Carports oder Nebengebäude?
- Welcher Wert steckt im Objekt selbst und was ist das Inventar wert?
Wichtige Leistungsmerkmale im Überblick
Eine gute Camping- oder Dauercampingversicherung muss vor allem zur konkreten Nutzung und zum gewünschten Leistungsumfang passen. Besonders prüfenswert sind folgende Punkte:
- Glas- und Acrylglasschäden: relevant bei Fenstern, Dachluken, Mobiliarverglasung oder festen Anbauten.
- Versicherte Sachen: Wohnwagen, Mobilheim, Anbauten, Vorzelt, Markise, Schutzdach, fest verbaute Technik und bewegliches Inventar.
- Gefahren: Brand, Blitzschlag, Explosion, Sturm, Hagel, Leitungswasser, Einbruchdiebstahl, Vandalismus und je nach Bedarf weitere Elementargefahren.
- Hausrat- beziehungsweise Inhaltsdeckung: Schutz für persönliche Gegenstände, Campingausstattung, Elektronik, Sportgeräte, Fahrräder oder E-Bikes – möglichst mit klaren Entschädigungsgrenzen.
- Haftpflichtrisiken rund um den Standplatz: zum Beispiel Schäden, die vom Campingobjekt, Anbauten oder dem genutzten Grundstücksbereich ausgehen.
- Geltungsbereich: Deutschland, Europa oder weltweiter Schutz – je nachdem, ob es um Dauercamping oder Reise-Hausrat im Wohnmobil geht.
- Nutzung und Besonderheiten: private Nutzung, Vermietung, Saisonbetrieb, Dauerstandplatz, Hauptwohnsitz-Ausschlüsse oder Vorgaben des Campingplatzbetreibers.
Reise-Hausrat im Wohnmobil
Ein zweiter wichtiger Aspekt betrifft Kundinnen und Kunden, die mit Wohnmobil, Wohnwagen oder Camper unterwegs sind. Hier geht es weniger um das dauerhaft abgestellte Objekt, sondern um den Inhalt, der auf Reisen mitgeführt wird.
Gerade hochwertige Ausstattung wird schnell unterschätzt: Navigations- und Unterhaltungselektronik, Campingmöbel, Vorzelt, Fahrräder, E-Bikes, Sportausrüstung, Kleidung oder mobile Arbeitsmittel können zusammengerechnet erhebliche Werte erreichen.
Anbieteroffener Marktüberblick
Für spezielle Campingrisiken gibt es verschiedene Konzepte am Markt.
Ein Anbieter bietet beispielsweise eine Dauercamping-Versicherung für nicht zugelassene Wohnwagen, Mobilheime, Mobilhäuser oder Tiny Houses an.
Ein Anderer positioniert sich ebenfalls im Bereich Dauercamping und nennt unter anderem Standwohnwagen, Mobilheime, Tiny Houses und Bauwagen als Zielobjekte.
Daneben können je nach Kundensituation auch weitere Anbieter relevant sein, insbesondere wenn es um Standfahrzeuge, spezielle Inhaltsbausteine oder eine Verbindung zur klassischen Wohnwagenabsicherung geht.
Wichtige Aspekte:
- Handelt es sich um einen zugelassenen Wohnwagen oder um ein dauerhaft abgestelltes Objekt ohne Zulassung?
- Wird das Objekt nur privat genutzt oder auch vermietet?
- Welche Anbauten, Vorzelte, Markisen, Schutzdächer oder Nebengebäude gehören dazu?
- Wie hoch ist der Wert von Objekt, Inventar, Technik, Fahrrädern und sonstiger Ausstattung?
- Welche Gefahren sind am Standort besonders relevant – etwa Sturm, Hagel, Überschwemmung, Einbruchdiebstahl oder Vandalismus?
- Gibt es Vorgaben des Campingplatzes oder Pachtvertrags zum Versicherungsschutz?
- Soll nur das stationäre Objekt geschützt werden oder auch der Reise-Hausrat unterwegs?
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Hinweis: Dieser Artikel dient lediglich informativen Zwecken und ersetzt keine professionelle Beratung. Es wird empfohlen, individuelle Versicherungsbedürfnisse mit einem qualifizierten Versicherungsberater oder Versicherungsmakler wie z.B. „AMB Allfinanz Makler“ zu besprechen.