Athora wird an Frankfurter Leben verkauft
Wieder gehen milliardenschwere Bestände über den Tisch. Athora Deutschland verkauft ihr komplettes Deutschlandgeschäft – rund 3,5 Mrd. Euro an klassischen und fondsgebundenen Policen sowie Pensionsverträgen – an die Frankfurter Leben Gruppe, mit der DWS als strategischem Partner im Hintergrund. Der Deal steht noch unter BaFin-Vorbehalt, Closing frühestens Mitte 2027.
Formal ändert sich wenig: Athora war schon lange ein Run-off-Bestand, es wechselt nur der Verwalter. Garantierter Rechnungszins, Garantiekapital, Rentenfaktoren und der Schutz über Protektor bleiben bestehen.
Aber genau das sollte uns als Branche zum Grübeln bringen. Condor Leben, das Zurich-Portfolio, Viridium – und jetzt der komplette Marktaustritt von Athora: 2026 wird zum Jahr, in dem reihenweise Bestände den Eigentümer wechseln. Und bei jedem dieser Deals stellt sich dieselbe Frage, die selten gestellt wird: Wo bleibt eigentlich der Kunde?
Die Verträge bleiben formal gültig, ja. Aber was bleibt wirklich, wenn sich Ansprechpartner, Service, Bearbeitungszeiten und Portale ändern – und die Überschussbeteiligung, die ohnehin nie garantiert war, unter neuer Führung neu verhandelt wird? Ein Konzernname auf der Police war noch nie eine Garantie dafür, dass er in zehn Jahren noch dort steht. Die Kunden merken das meist erst, wenn es zu spät ist – oder gar nicht, weil niemand sie aufklärt.
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Hinweis: Dieser Artikel dient lediglich informativen Zwecken und ersetzt keine professionelle Beratung. Es wird empfohlen, individuelle Versicherungsbedürfnisse mit einem qualifizierten Versicherungsberater oder Versicherungsmakler wie z.B. „AMB Allfinanz Makler“ zu besprechen.