Zahl der Wohnungseinbrüche 2026 weiter angestiegen

Nach rund 95.000 registrierten Fällen im Vorjahr regulierten die deutschen Versicherer 2025 etwa 100.000 Schäden infolge von Wohnungseinbrüchen. Damit setzt sich der seit 2021 beobachtbare Aufwärtstrend fort, als noch rund 70.000 Fälle verzeichnet wurden. Jahr für Jahr steigen die Zahlen wieder an. Im historischen Vergleich bleiben sie jedoch unter den Spitzenwerten der Jahre 2011 bis 2016, als zeitweise mehr als 150.000 und in der Spitze sogar 180.000 Einbrüche gemeldet wurden.

Auffällig ist nicht nur die Zunahme der Fallzahlen, sondern auch der Anstieg der durchschnittlichen Schadenhöhe. Mit rund 3.850 Euro pro Einbruch lagen die regulierten Beträge etwa 200 Euro über dem Vorjahresniveau. In der Gesamtsumme ergaben sich dadurch Ausgaben von über 380 Millionen Euro. Das entspricht einem Anstieg von rund zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Ein wesentlicher Faktor für höhere Schadenssummen ist der steigende Wert von Hausrat. Hochwertige Unterhaltungselektronik, Schmuck oder Fahrräder treiben die Ersatzleistungen nach oben. Zudem verursachen aufgebrochene Türen und Fenster zusätzliche Reparaturkosten. Neben dem materiellen Verlust kommt häufig eine erhebliche psychische Belastung der Betroffenen hinzu.

Die Einbruchsgefahr konzentriert sich dabei nicht ausschließlich auf Großstädte. Auch suburban geprägte Wohngebiete oder Einfamilienhaussiedlungen geraten verstärkt ins Visier. Täter agieren oft arbeitsteilig und nutzen günstige Gelegenheiten aus. Besonders in der dunklen Jahreszeit steigt das Risiko.

Zur wirksamen Prävention empfiehlt der GDV vor allem mechanische Sicherungsmaßnahmen. Einbruchhemmende Fenster und Türen, stabile Zusatzschlösser sowie geprüfte Schließsysteme erhöhen den Widerstand deutlich. Statistiken zeigen, dass nahezu die Hälfte aller Einbruchsversuche im Versuchsstadium stecken bleibt, häufig weil Sicherungstechnik standhält. Einbrecher bevorzugen schnelle und geräuscharme Zugänge und geben bei erhöhtem Widerstand oft auf.

Ergänzend können Alarmanlagen, Bewegungsmelder und intelligente Beleuchtungssysteme abschreckend wirken. Wichtig ist zudem ein aufmerksames nachbarschaftliches Umfeld. Neben technischen Maßnahmen spielt der passende Versicherungsschutz eine zentrale Rolle. Eine Hausratversicherung deckt in der Regel nicht nur gestohlene Gegenstände ab, sondern auch Schäden an der Wohnungseinrichtung infolge eines Einbruchs.

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Hinweis: Dieser Artikel dient lediglich informativen Zwecken und ersetzt keine professionelle Beratung. Es wird empfohlen, individuelle Versicherungsbedürfnisse mit einem qualifizierten Versicherungsberater oder Versicherungsmakler wie z.B. „AMB Allfinanz Makler“ zu besprechen.